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Die Demokratie in den USA und der "New Deal" - Leistungskurs Geschichte 17

Staffel 1, Folge 17 23.04.2024 00:18:30
Fachbegriffe: Progressive EraRoaring TwentiesNew DealDeficit SpendingWelfare StateKonsumgesellschaft

Fast ganz Westeuropa wird in den 1930er Jahren faschistisch, fast ganz Osteuropa wird kommunistisch. Wie gelingt es den USA, ihre liberale Demokratie zu retten? Wir sprechen über:

  • Progressive Era

  • Roaring Twenties

  • New Deal

  • Deficit Spending

  • Welfare State

  • Konsumgesellschaft

Willkommen bei geschichtslehrer.net. Mit meinem Podcast möchte ich euch dabei helfen, euch verständlich und kurzweilig auf Klassen arbeiten und das Abitur im Fachgeschichte vorzubereiten. Heute sprechen wir über die USA ein weiteres Beispiel für einen Staat, der dem kommunistischen genauso wie dem faschistischen Modell widerstehen kann und die liberale Demokratie beibehält. So ähnlich haben wir das neu schon bei Frankreich gesprochen. Wenn ihr das noch nicht angehört habt, dann schaut da noch mal rein. Die USA kommen im frühen 20. Jahrhundert gerade aus dem sogenannten Gilded Age. Das Gilded Age, das vergoldete Zeitalter in Anführungszeichen, das ist ein Zeitalter des wirtschaftlichen Booms, vielleicht sogar das Mega-Booms in Folge des Zäsionskrieges und der Wiedervereinigung sozusagen im Anschluss. Und das Gilded Age ist einerseits ein Zeitalter, das mit extremem Reichtum assoziiert wird, die sogenannten Robber Barons, die Räuber Barone. Das sind großindustrielle, die riesige Konzerne aufbauen, mit denen sie ganze Branchen kontrollieren. Die haben gigantisch Kasse gemacht in dieser Zeit und gleichzeitig haben wir eine ganz weite Verbreitung von im Prinzip dem klassischen Pauparismus, von Massenverarmung unter den Arbeitern und damit eine ganz extreme soziale Schere zwischen diesen beiden Seiten der Medaille. Diese sogenannte Gilded Age, das vergoldete Zeitalter, das ist auch eigentlich ein Euphemismus, der ist geprägt, ganz gezielt als sozusagen satirische Darstellung dieses Zeitalters, weil es eben für ganz viele Menschen gerade nicht ein goldenes Zeitalter ist, sondern eines der Armut und wo nur wenige ganz massiv von dem Aufstieg und dem Boom profitieren können. Dazu kommt in der Politik eine ganz massive Korruption. Diese sogenannten Robber Barons haben eben auch ganz intensiv Politiker bestochen oder gefördert, die für ihre Interessen hilfreich waren und dazu kommt eine gewisse Fetter-Wirtschaft, also dass man den richtigen Leuten, die richtigen Posten verschafft, insgesamt eine ziemlich düstere Lage.

Progressive Era

Die sogenannte Progressive Era ist dann im Grunde ab ungefähr 1890 ein Versuch einer großen Gruppe von Politikern, aber auch Aktivisten aus der Zivilgesellschaft, um da was dran zu ändern und das ist eigentlich parteiübergreifend zwischen Republikanern und Demokraten gleichermaßen Thema. Die Ideen sind zum Beispiel die Situation der Arbeiter zu verbessern, sei es durch höhere Löhne, durch Arbeitsschutzgesetze oder auch durch den Verbot der Kinderarbeit. Auf der anderen Seite haben wir aber auch zum Beispiel die Forderung eines Frauenwahlrechts, das in den USA in dieser Zeit noch nicht vorhanden ist. Wir haben Ansätze von Wirtschaftsreformen oder den Wunsch nach Wirtschaftsreformen, die zum Beispiel die Bildung dieser gigantischen Kartelle und Trusts verhindern sollen, mit denen eben die Robber Barons reich geworden sind. All sowas will man anfassen, um endlich in den USA eine einigermaßen sozialverträgliche Wirtschaftsordnung herzustellen. Diese Progressive Era wird in hohem Maße von Aktivisten aus der Zivilgesellschaft getragen, also von sozusagen Individuen, die nicht politisch geprägt sind, sondern die eigentlich aus einem ganz normalen Leben kommen, Journalisten und sowas. Aber auch Theodor Roosevelt, der ältere Präsident Roosevelt, dessen Nachfolger auch nach Herr Roosevelt heißt, über den kommen wir später. Und dieser Roosevelt, der versucht als Präsident auch, was zu bewegen, weil er eben auch diese Probleme sieht. In vielen Aspekten des politischen Lebens stößt die Progressive Era bis heute wichtige Reformen an. Dazu gehört zum Beispiel die Einführung bestimmter Ämter, die so eine Art Kontrolle über bestimmte Wirtschaftszweige ausüben. Dazu gehört zum Beispiel die FDA, die so eine Art Lebensmittelsicherheitsbehörde ist, also die im Grunde die größten Schweinereien der Lebensmittelindustrie zu verhindern versucht. Dazu kommt aber auch die Erfindung der Federal Reserve, also eines des heutigen amerikanischen Banksystems im Grunde. Aber auch das Frauenwahlrecht resultiert letztlich aus der Progressive Era. Die 1920er Jahre sind die sogenannten

Roaring Twenties

Roaring Twenties in den USA, eine phase wirtschaftliche, aber auch kultureller Blüte in den USA ungefähr von 1920 bis 29. Das Jahr 29 ist die einfache Grenze, weil nämlich 29 mit der Weltwirtschaftskrise, diese Roaring Twenties, definitiv vorbei sind. Wann man die anfangen lässt, darüber kann man sich streiten. 1917 sind die USA in den Ersten Weltkrieg eingetreten, 1918 ist er im Grunde herum und dann folgen ein, zwei Jahre, in denen sich die Wirtschaft noch auf Friedenswirtschaft umstellen muss. Deswegen sagt man im Allgemeinen ungefähr ab 1920 beginnt diese Zeit der Blüte. So ähnlich gibt es die übrigens auch in Deutschland. Da gibt es zwar ein paar Krisen in Folge des Verlorenen Ersten Weltkrieges, aber so ab 1926 spürt man das auch in Deutschland. Man spricht dann eben auch dort von den goldenen 20ern und so ähnlich ist es auch in Frankreich. Da gibt es die sogenannten Année voll die verrückten Jahre, wörtlich übersetzt, die auch eben in diese Phase fallen. Also im Grunde ist das ein welt oder zumindest im Westen überall verbreiteter Abzeitabschnitt, in dem man das Gefühl hat, eine wohl funktionierende Wirtschaftsordnung und einen gewissen Wohlstand für alle und so eine Bubenphase und so eine Phase der Euphorie zu erleben. Diese Phase ist auch kulturell ganz bedeutend, denn zum Beispiel wird der Jazz zu einer Leitkultur, wenn man so will, der Tonfilm wird erfunden, die ersten Kartunstauchen auf, der Expressionismus in der Kunst wird zu einem ganz großen Thema, aber auch moderner Tanz der sogenannte Charleston, einer der ersten Jazz oder Rock’n’Roll Tänze, wenn man das so nennen will, wird zu einem Phänomen, das weltweit für Aufmerksamkeit sorgt. Auch die Mode wird umgestellt und auch der Umgang mit gesellschaftlichen Themen, zum Beispiel die weibliche Sexualität wird, was man in der Öffentlichkeit oder in der Presse thematisieren kann. Das Thema Homosexualität wird zunehmend liberaler gehandhabt. Wir haben schon über das Wahlrecht für Frauen gesprochen. Insgesamt werden hier alte Traditionsmuster oder Denkmuster, die gesellschaftlich eher konservativ geprägt waren, aufgebrochen und wir haben eine Phase der Liberalität. Auch der Massenkonsum ist in diesen Jahren der Roaring Twenties zu einem Thema geworden, das ganz massiv die Menschen erreicht, die Elektrifizierung der Haushalte schreitet voran. Autos werden erschwinglich, da ist vor allem die Firma Ford ganz zentral die Fähigkeit, mit dem Telefon zu kommunizieren. Das Kino wird immer dominanter in der Kultur und immer verbreiteter und die Menschen können eben Filme anschauen. Das Radio zieht zunehmend in Privathaushalte ein und ermöglicht eben eine gewisse Vernetzung und Konsum von Medien. All das zeichnet die Roaring Twenties aus und ist eine Phase eben des Aufbruchs und des allgemeinen Zukunfts Optimismus. All das endet 1929 mit der Weltwirtschaftskrise, als die Produktion der USA umfasst die Hälfte einbricht, eine gigantische Wirtschaftskrise ungeahnten und nie vorher gesehenen Ausmaßes. Und diese Weltwirtschaftskrise, die bringt eben auch gigantische soziale Probleme, sie schafft große Mengen von Arbeitslosen und sie erzeugt gigantische Massenarmut. Und diese Probleme, die werden in den USA sichtbarer als in anderen Staaten, zumindest zu Beginn, weil sie eben doch von den USA ausgeht. Und die Krise, die führt den neuen Präsidenten Roosevelt, der jetzt Franklin D. Roosevelt heißt, zu der Idee, die Neumischung der Karten zu propagieren, ein sozusagen ein neues Blatt aufzuschlagen, der nennt das selbst den

New Deal

New Deal und das ist eben ein Wortspiel, das eben aus dem Kartenspiel kommt. Und dieser New Deal, der soll den Leuten sozusagen eine neue Chance bieten und ist eben die Antwort Roosevelt auf die Weltwirtschaftskrise. Und das hat einerseits kurzfristige Effekte, also die Idee ist sozusagen mit kurzfristigen Hilfsprogrammen, die Leute aus der allerschlimmsten Armut zu befreien, z.B. Versuchter die Landwirtschaft zu stabilisieren, um die Lebensmittelpreise stabil zu halten, damit die Leute eben nicht hungern müssen. Es gibt eine gewisse Sozialpolitik, um z.B. Schulkindern Essen zu ermöglichen. Es gibt eine Wohnungsbaupolitik, um eben die Wohnungspreise im Griff zu behalten. Es gibt auch staatliche Eingriffe in diese Märkte, um radikale Preissteigerungen zu verhindern. Auf der anderen Seite haben wir aber auch langfristige Reformen, z.B. eine Änderung der Geldpolitik, eine Regulierung der Finanzmärkte, um Spekulationen einzudämmen, um den Leuten eben zu erschweren, ihr ganzes Kapital in Aktien Spekulationen zu vernichten. Dazu kommen aber auch Einführungen z.B. von Sozialversicherungen, also von sowas wie einer Kranken- und einer Rentenversicherung, wobei das mit der Krankenversicherung noch schwierig ist. Und eben soziale Absicherung im Großen und Ganzen. Das heißt, es ist der Beginn eines amerikanischen Sozialstaats, der unter dem Begriff

Welfare State

welfare state im Prinzip läuft, also der Begriff Wohlfahrtsstaat im Deutschen, der hat ein bisschen so ein Geschmäckle. Man kann es vielleicht besser mit Sozialstaat übersetzen. Diese Veränderungen, die aus der Sicht Roosevelt als liberal gesehen werden, also er nennt das selbst den neuen Liberalismus, die aber aus der Sicht der Konservativen ein ganz krasser Bruch mit den liberalen Zielen sind, denn liberal heißt für die möglichst freie Wirtschaft, möglichst Finger weg von Seiten des Staates. Und die Konservativen empfinden diese Staatseingriffe in den Markt als absolut unliberal, aber Roosevelt selbst deutet das um zu einem liberalen Programm. Und die Konservativen, die wettern natürlich ganz heftig gegen diesen New Deal. Und es gibt von verschiedenen Seiten Skepsystem gegenüber, denn parallel dazu entwickeln sich ja in Italien, später in Deutschland, aber eben auch in vielen anderen Staaten Europas, diese faschistischen Diktaturen. Und so ein Stück weit hat man das Gefühl, diese staatskapitalistischen, fast planwirtschaftlichen Eingriffe in die Wirtschaft designen irgendwie so ähnlich wie das, was der Faschismus macht. Und auf der anderen Seite sieht man in Russland seit 1917 ja die kommunistische Agenda und hat das Gefühl auch, das ist irgendwie ähnlich. Gerade dieser Staatskapitalismus oder die planwirtschaftlich herangehensweise, dass man in die Wirtschaft eingreift und den Firmen vorschreibt, was sie zu tun hat, Preise vorschreibt und so weiter. Auch da hat man irgendwie die Assoziation, das ist ja kommunistisch. Und irgendwie assoziieren alle Konservativen diese Agenda des New Deal entweder mit Faschismus oder mit Kommunismus oder mit beidem. Und diese Vermischung, die führt natürlich dazu, dass die Politik sich auch ein Stück weit polarisiert, dass man also eine zunehmend verschärfte Argumentationsweise gegeneinander pflegt, weil man eben solche Systeme eben für unamerikanisch hält durchaus, irgendwie kann man das nachvollziehen und sie auch als indiberal betrachtet. Letztlich werden diese Vermutungen in der Red Scare weiterleben. In der McCarthy-Error der 1950er Jahre, da ist die Angst vor kommunistischen Agenten in den USA gigantisch groß und da werden die Leute denunziert und angezeigt, was das Zeug hält. Und diese sogenannte Red Scare, die ist eigentlich ein Reflex immer noch auf diese Idee, dass der New Deal eine kommunistische Agenda beinhalte und ist in der Form natürlich völlig irrational. Aber das wusste natürlich die Zeitgenossen zu der Zeit dann nicht. Woher nimmt man nun das Geld für so einen Sozialstaat, wenn man den von heute auf morgen aufbauen möchte? Das ist ja gar nicht so einfach. Entweder muss man die Steuern radikal erhöhen, was nie gut ankommt oder man muss mit Krediten aushalten und sich das Geld irgendwo leihen und hoffen, dass man es irgendwann wieder bekommt. Roosevelt entscheidet sich für das Line und er hat dafür ein ganz konkretes Programm im Kopf. Und zwar stellte sich vor, dass wenn man jetzt ganz viele Kredite aufnimmt und mit dem vielen Geld, das man dann bekommt, die Wirtschaft anschmeißt und ankurbelt und eben das ganz kräftig investiert in verschiedenste Branchen und Projekte, dass diese Projekte dann ja Leute zur Arbeit bringen. Wenn ich eine Brücke irgendwo saniere zum Beispiel, dann haben eine Haufen Leute die Brückenteile herstellen oder die Brücke aufbauen und so weiter, die haben dann Arbeit. Diese Arbeit wird bezahlt, die Leute haben dann mehr Geld und dann können die einkaufen gehen und das Geld beim Bäcker ausgeben. Und dann kann der Bäcker sich neue Sachen anschaffen, neue Maschinen bauen und so weiter und selber besser einkaufen gehen, weil er eben jetzt ja mehr Geld verdient hat. Dann kann der Maschinenbauer, der die Bäckermaschinen baut, kann dann wiederum selber einkaufen gehen, investieren. Die Idee ist, dass das so eine Kettenreaktion auslöst am Ende und dass dadurch die ganze Wirtschaft besser anläuft. Man pumpt also unfassbare Beträge in die Wirtschaft hinein, aus dem Staat heraus und fördert damit verschiedenste Branchen und Projekte mit gigantischen Summen und hofft, dass am Ende das Geld dann weitergegeben wird in andere Branchen, weil die Leute wieder woanders einkaufen und am Schluss dann alle reicher sind und alle mehr verdienen. Das ist dann die Idee, dass der Wohlstand der ganzen Bevölkerung dadurch ansteigt, dass ich vom Staat aus ganz viel Geld in die Wirtschaft pumpe. Und dann ist die Hoffnung, dass am Ende irgendwann die Leute ja auch mehr Steuern zahlen, weil sie mehr Geld verdient haben. Und diese höheren Steuern, die dann am Ende entstehen in Folge dieser Wirtschaftsausgaben, die ich getätigt habe, diese höheren Steuern kann ich dann nehmen und kann damit meine Kredite wieder zurückbezahlen. Für den Staat ist es also eine super Sache, wenn er ganz hohe Kredite aufnimmt und die verpulvert. Das ist das Finanzierungsmodell, das hinter dem New Deal steckt und das nennt sich

Deficit Spending

Deficit Spending. Deficit des sozusagenes Defizit, das, was man nicht hat und Spending ist ausgehend. Das heißt, man gibt es aus, was man gar nicht hat. Auf gut Deutschmann nimmt Kredite auf und gibt die aus, oder gibt das Geld aus, das aus dem Kredit kommt und hofft dann, dass das am Ende gut ausgeht. Dieses System, das beruht auf der Wirtschaftstheorie von John Manette Keynes. Der sogenannte Keynesianismus ist bis heute ein populärer Begriff in der Wirtschaftstheorie und dieser Gedanke, dass man über Kredite die Wirtschaft ankurbelt, um die Wirtschaft so zu stabilisieren, dass nachher die Steuern die Kredite wieder bezahlen. Das ist bis heute ein Thema, das in der politischen Agenda auch in Deutschland immer wieder auftaucht. Wenn hier zum Beispiel die Diskussion zwischen FDP und SPD um Finanzfragen in der Regierung derzeit anhört, dann geht es immer genau um diese Frage. Die SPD ist eine Partei, die klassisch immer gerne diesen Keynesianistischen Ansatz vertritt. Die sagt, leide das Geld und pulver es hinaus und die Leute werden dann mehr Steuern zahlen, weil am Ende die Wirtschaft besser läuft und die FDP neigt zum gegenteiligen Argument und sagt, wenn der Staat sich hoch verschuldet, dann geht er irgendwann pleite. Insgesamt haben wir also hier einen Ansatz, um die Wirtschaft auf die Beine zu stellen, den Roosevelt da wählt und dabei schafft er den sogenannten welfare state, sozusagen den Sozialstaat. Das ist eigentlich ein Versuch, den Verlierern dieses Wirtschaftssystems der 1900er auf die Beine zu helfen. Also die Idee ist hier, die Leute aus der Armut rauszuholen und den Staat insgesamt oder die ganze Bevölkerung insgesamt zu einem höheren Wohlstand zu bringen und die Krise zu überwinden. In den USA wird das so ein bisschen oder zumindest für Roosevelt ist das so eine Idee, dass das der Mittelweg ist zwischen so einem laissez-faire Raubtierkapitalismus, so wie das in den USA eben in den 20 Jahren davor war, das Stichwort Robber Barons und so, Gilded Age und auf der anderen Seite dem kommunistischen Modell, das eben unter dem sozialistischen Modell, das gerade in Russland ausprobiert wird. In diesem Zusammenhang fällt zum Beispiel auch der sogenannte Social Security Act, das sozusagen das Gesetz für soziale Sicherheit oder soziale Absicherung, das unter anderem eben eine Rentenversicherung beinhaltet, Armutsprävention, also sowas wie Geld für die Ärmsten, eine arbeitslosen Versicherung beinhaltet, eine teilweise weisen Versicherung und eben auch so ein Ansatz von einer kranken Versicherung beinhaltet. Dieser Social Security Act, der ist immer wieder in den folgenden mindestens 50, 60 Jahren nochmal angefasst und erweitert und verändert worden unter den verschiedensten Präsidenten, aber im Grunde besteht dieses Gesetz bis heute so ähnlich in den USA. Dieser sogenannte New Deal hat schon Erfolg, denn diese USA werden in den folgenden Jahren zu einer immer erfolgreicheren stabileren

Konsumgesellschaft

Konsumgesellschaft. Das heißt, die Leute kaufen tatsächlich die Güter, die die Industrie in den USA herstellt und kurbeln auf diese Weise die Wirtschaft ein Stück weit an. Die Menschen kaufen weiterhin Produkte oder immer mehr Produkte, die in den USA auch hergestellt werden und konsumieren eben neue industrielle Produkte aus der Elektrobranche oder aus der Chemiewirtschaft und so weiter. Und das ist dann im Prinzip der Grundstein für die Konsumgesellschaft, die wir im Westen in der Moderne dann bis heute so ähnlich zumindest feststellen können. Das heißt, eine Gesellschaft, die vor allem durch Konsum von modernen Gegenständen oder Dingen aller Art eben geprägt ist, also in der der Mensch im Prinzip danach strebt, bestimmte Konsumgüter konsumieren zu können, sei das jetzt eine Dienstleistung, sei das das neueste iPhone oder sei das das neueste Auto. Im Prinzip arbeiten die Menschen vor allem darauf, motivieren sich dadurch zur Arbeit oder zum Streben nach Wohlstand und eben das ist die sogenannte Konsumgesellschaft. Klingt nicht nett, ist aber so. Heute haben wir über die Begriffe Progressive Era, the Roaring 20s, den New Deal, das Deficit Spending als Strategie der Krisenbewältigung, den Welfare State und die Konsumgesellschaft gesprochen. Diese Begriffe sind Teil des Bildungsplans fürs zweite Halbjahr, der Kursstrufe in Geschichte. Wenn ich das so sage, dann meine ich den Bildungsplan von Baden-Württemberg, war ich da selber Geschichteunterricht. Die Bildungspläne in den anderen Ländern, die sind sich alle ähnlich, aber wenn ihr in einem Bundesland lernt, dann werft zur Sicherheit einen Blick auf euren eigenen Bildungsplan, damit ihr immer gut vorbereitet seid. Wenn euch die Folge geholfen oder gefallen hat, dann lasst gerne einen Kommentar da, abonniert den Podcast, teile dich mit Freunden und Bekannten. Für mich ist das eine große Motivation, wenn ich sehe, dass Leute meine Podcasts hören. Ich danke euch fürs Zuhören und bleibt mir treu.