Wirtschaftspolitik in BRD und DDR - Geschichte Leistungskurs 31
Wie viel “Wunder” steckt im “Wirtschaftswunder”? Warum herrscht in der DDR ständige Mangelwirtschaft, während es in der BRD seit den 1950er Jahren rapide bergauf geht? Wir sprechen über
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Boom bzw. Wirtschaftswunder,
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soziale Marktwirtschaft vs. Zentralverwaltungswirtschaft,
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Sozialstaat vs. Versorgungsstaat,
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nivellierte Mittelstandsgesellschaft vs. Arbeiter-und-Bauernstaat,
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Konsumgesellschaft vs. Primat der Schwerindustrie,
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Keynesianismus vs. Fünf-Jahres-Plan,
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Vollbeschäftigung vs. Recht auf Arbeit.
Anfang der 70er Jahre haben, wir investen wie auch in Osteuropa einen erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung. In der DDR und in der BRD kann man das besonders schön vergleichen. Das schauen wir uns heute genauer an. Willkommen bei geschichtslehrer.net. Mit meinem Podcast möchte ich euch dabei helfen, euch verständlich und kurzweilig auf Klassen arbeiten und das Abitur im Fachgeschichte vorzubereiten. Nach dem Zweiten Weltkrieg liegt Deutschland wirtschaftlich am Boden. Aber in Westdeutschland beginnt schon bald das sogenannte
Boom bzw. Wirtschaftswunder
Wirtschaftswunder, eine Phase des wirtschaftlichen Booms, in der in kürzester Zeit ein extremes Wirtschaftswachstum erreicht wird und sich die Wirtschaft erstaunlich schnell erholt, die Menschen wieder einen hohen Lebensstandard erreichen und den Unternehmen ziemlich gut geht. Dieses sogenannte Wirtschaftswunder ist natürlich kein Wunder, sondern es ist ein historisch erklärbarer Prozess. Und zwar versuchen die Amerikaner in Folge des Zweiten Weltkrieges die westeuropäischen Staaten zu stabilisieren. In der BRD entsteht eine liberale Demokratie und die Amerikaner, die Briten und auch die Franzosen, die haben immer noch vor Augen, wie das in der Weimarer Republik ausgegangen ist, dass da sozusagen eine wirtschaftliche Krise am Ende einen autoritären politischen Putsch sozusagen oder eine politische Machtübernahme der autoritären Kräfte eben der Nationalsozialisten verursacht hat. Man schließt daraus, dass wirtschaftlicher Erfolg wichtig ist, um diese liberale Demokratie am Leben zu erhalten und zu sichern. Und daraus entsteht der Marshallplan. Also der Versuch durch wirtschaftliche Hilfen, die europäischen Demokratien wirtschaftlich so zu stabilisieren, dass dadurch auch das demokratische System an Legitimität gewinnt und eben beliebter wird bei den Menschen. Wenn es den Menschen gut geht wirtschaftlich, dann mögen sie auch ihr jeweiliges politisches System. Ist der Gedanke hinter dem Marshallplan. Und deswegen pumpen die Amerikaner unfassbar viel Geld nach Europa, um eben diese Staaten wirtschaftlich zu sichern. Daraus entsteht in Westdeutschland in kürzester Zeit ein erheblicher Boom und es entsteht eine neue Wirtschaftsordnung, die sogenannte
soziale Marktwirtschaft vs. Zentralverwaltungswirtschaft
soziale Marktwirtschaft, die vor allem auf den Wirtschaftsminister Ludwig Erhardt zurückgeht. Die soziale Marktwirtschaft, die setzt sich aus zwei Begriffstückchen zusammen. Sozial bedeutet natürlich, dass man einen Sozialstaat hat, der die Menschen in Krisensituationen unterstützt, während Marktwirtschaft ja dieses freie Spiel der Kräfte, Angebot und Nachfrage und so weiter suggeriert. Das heißt, es ist ein Versuch eine Mischform zu schaffen, bei der man eben nicht diese radikalen Verarmungseffekte der großen proletarischen Schichten hat, wie man das in der Industrialisierung kennt, sondern indem die Menschen vor existenziellen Krisen vom Staat geschützt werden und dann unterstützt werden, während grundsätzlich aber ein marktwirtschaftliches Modell dahinter steht. Dieses System der sozialen Marktwirtschaft, das eben sich durch einen Sozialstaat auszeichnet, das hat dann solche Dinge wie Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung oder Krankenversicherung, um eben dadurch die Menschen in ihrer Wirtschaft vor existenziellen Krisen zu beschützen. Dieser
Sozialstaat vs. Versorgungsstaat
Sozialstaat, der fängt also auf, wenn es jemandem schlecht geht. Und was dabei herauskommt bei diesem Wirtschaftssystem, das bezeichnen die Soziologen dann als
nivellierte Mittelstandsgesellschaft vs. Arbeiter-und-Bauernstaat
nivellierte Mittelstandsgesellschaft. Nivelliert heißt sowas wie gleichgemacht und Mittelstand heißt ja auch sowas wie irgendwie in der Mitte. Und dahinter steckt der Gedanke, dass anstelle von diesen krassen Gegensätzen, die wir aus der Industrialisierung kennen, extrem reichen Unternehmern, extrem armen Bevölkerungsmassen, Pauperismus und so. Stattdessen soll sich dieser nivellierten Mittelstandsgesellschaft nun eine weitgehend homogene, das ist schwierig zu sagen, aber doch wirtschaftlich nicht so stark auseinanderrutschende Gesellschaft entstanden sein. Der Gedanke ist also, dass durch sozialen Auf- und Abstieg und am Strich die meisten Familien sich irgendwie im Mittelstand wiederfinden und es eigentlich kaum noch extrem reiche oder extrem armen Menschen gibt. Und der Sozialstaat, der fängt natürlich diese sehr armen Menschen auf und versucht sozusagen die durch Bildung und durch Versicherungen im Mittelstand zu halten und das Lebensniveau dieser Menschen zu sichern. Und umgekehrt wird dieser Sozialstaat ja über Steuern finanziert, die für reiche Menschen höher sein sollen als für arme Menschen. Und dadurch wird eben auch diese oberste reiche Schichten stückweit einkassiert. Aufgrund dieses freien Spiels der marktwirtschaftlichen Kräfte entsteht in Deutschland, in Westdeutschland dann eine sogenannte
Konsumgesellschaft vs. Primat der Schwerindustrie
Konsumgesellschaft. Das heißt eine Gesellschaft, in der Konsumgüter gekauft werden können und auch finanzierbar sind, in der ich mir zum Beispiel ein Auto kaufen kann oder einen Fernseher oder sowas. Also Gegenstände, die mich täglich interessieren, die ich für den täglichen Zivilen Bedarf haben will. Das sind sozusagen so Luxusgüter oder so Konsumgüter. Und diese Güter, die kann ich kaufen, weil sie eben aufgrund marktwirtschaftlicher Prozesse, wenn sie viel nachgefragt werden, auch viel angeboten werden, weil dann eben die Firmen das Zeug produzieren, weil sich es ja lohnt, das zu verkaufen. Und so bekomme ich eben eine Konsumgesellschaft, die ihre sozusagen für den Zivilen Gebrauch notwendigen Konsumgüter bekommen kann. Wie geht nun so ein Staat mit wirtschaftlichen Krisen um? Wir haben ja schon gehört, wir haben einen Sozialstaat, aber wie kriege ich es denn hin, dass die Wirtschaft nicht in der Krise dann sozusagen komplett den Bach runtergeht, wie wir das mit der Weltwirtschaftskrise 1929 hatten. Da steht wieder das Modell des
Keynesianismus vs. Fünf-Jahres-Plan
Keynesianismus im Hintergrund, das wir schon aus der Industrialisierung kennen, nach John Maynard Keynes, einem Wirtschaftswissenschaftler. Der Gedanke dahinter ist, dass der Staat in Krisensituationen sich sehr viel Geld leid oder druckt und das investiert in die Wirtschaft. Zum Beispiel in den Straßenbau. Und der Straßenbaumeister, der dadurch dann Geld verdient, der geht dann vielleicht auch zum Bäcker und kauft mehr Brötchen, der Bäcker verdient mehr Geld und kann sich teuer Klamotten leisten und so weiter. Und am Strich kurbel ich also durch diese staatlichen Investitionen auf Pump die Wirtschaft an. Und wenn die Wirtschaft dann gut weiterläuft, kann ich in den nächsten Jahren aufgrund der Steuern, die ich davon einnehme, dann diese Schulden zurückbezahlen. Dieser Keynesianistische Ansatz, der geht also davon aus, dass ich durch Wirtschaftsförderung auf Schulden hin, nachher diese Schulden wieder zurückzahlen kann und die Wirtschaft am Leben halten kann. Das funktioniert in einigen Krisen ganz gut, in manchen weniger. Arbeitsmarktpolitisch ist das Ziel der BRD, immer die
Vollbeschäftigung vs. Recht auf Arbeit
Vollbeschäftigung. Das heißt, es geht darum, möglichst viele Leute in Arbeit zu bringen. Das kann man zum Beispiel machen, indem man soziale Absicherungen ein bisschen zurückschraubt, sodass Unternehmen weniger soziale Aufgaben zahlen müssen. Es geht auch dadurch, dass man zum Beispiel den Kündigungsschutz aufweicht oder verschärft, je nachdem, was gerade die Lage ist, um eben zum Beispiel Unternehmen zu ermöglichen, Leute leichter wieder rauszuschmeißen, denn das macht es den Unternehmen auch leichter Leute einzustellen. Weil man ja in Krisensituationen, in Krisensituationen dann auch leichter wieder Kosten einsparen kann, indem man die Leute wieder rauswerfen kann. Wenn wir auf die andere Seite des eisernen Vorhangs in die DDR schauen, finden wir dort ein völlig anderes Wirtschaftssystem. Das geht schon damit los, dass die DDR vergleichsweise schlechte Startbedingungen hat, denn die Sowjetunion demontiert Teile der DDR-Wirtschaft, der Bricken dort und verschafft sie in die Sowjetunion, sodass letztlich die DDR schon mit weniger Wirtschaft startet, als die BRD tut. Dazu kommt, dass die DDR im Grunde politisch und wirtschaftspolitisch insbesondere nach dem sowjetischen Modell aufgezogen wird. Das heißt, wir bekommen dort eine Zentralverwaltungswirtschaft, in der der Staat voraus berechnet, was die Menschen brauchen oder was er braucht und die Firmen dann im Grunde noch den Auftrag kriegen, diese Dinge auch herzustellen. Die meisten Firmen sind auch verstaatlichte Betriebe, das heißt, es gibt kaum Privatfirmen, sondern im Großen und Ganzen besitzt der Staat alle Unternehmen und das heißt, diese Unternehmen werden eben auch staatlich gelenkt und organisiert und dann gibt es einen Fünf-Jahres-Plan, auf dessen Basis berechnet wird, was denn in 5 Jahren so nötig sein wird und dann Vorgaben gemacht werden für die Produktion in Unternehmen und so weiter. Dahinter steckt der Gedanke, dass man ja voraus berechnen könnte, wie die Wirtschaft funktioniert und dann quasi wissenschaftlich die Unternehmen anleitet. Die meisten Unternehmen sind ja auch verstaatlich, das heißt, ich kann das auch als Staat machen, habe also diese Kontrolle über die Wirtschaft und kann deswegen das voraus berechnen. Und am Strich ist es aber immer viel ineffizienter, als das zum Beispiel das Modell von Angeboten nachfragen in der Marktwirtschaft machen kann, denn das reagiert unmittelbar, wohin gegen ein Staatsapparat vergleichsweise zäh und schleppend auf Veränderungen reagieren kann, wenn also zum Beispiel ein neues Produkt erfunden wird, zum Beispiel das Auto für den einfachen Arbeiter, der Trabant, dann kann in einem marktwirtschaftlichen System jeder Unternehmer anfangen, das zu produzieren, muss halt sich um die Rohstoffe selber kümmern und so, aber das klappt marktwirtschaftlich dann schon irgendwie, weil man bezahlt ja dafür auch was. Das heißt, da gibt es dann auch Leute, die das wieder herstellen und so bekomme ich relativ schnell dann Waren, die man kaufen kann, wenn die Nachfrage nach dieser Ware sehr hoch ist, wohin gegen in der Planwirtschaft, das auf fünf Jahre voraus berechnet wird und wenn jetzt heute plötzlich 10 Millionen DDR-Bürger einen Trabant bestellen wollen, dann ist es nicht möglich, da innerhalb kurzer Zeit darauf zu reagieren, sondern es dauert eine ganze Weile, bis die Staatsführung das verstanden hat, sich darauf eingelassen hat, die Unternehmen dann angewiesen sind, das herzustellen. Wenn ich pech habe, habe ich vergessen, irgendeinen bestimmten Schraubentyp zu bestellen und einzuberechnen, mein fünf Jahresplan dauert es wieder viel länger. Wenn wir uns diesen sozialstaatlichen Aspekt angucken, dann haben wir in der DDR einen sogenannten Versorgungsstaat, der BRD, haben wir über den Sozialstaat gesprochen. Der Sozialstaat, haben wir gesagt, der kümmert sich darum, Menschen in Notfällen zu unterstützen. Der Versorgungsstaat dagegen garantiert von vornherein eine ganze Reihe von Sozialleistungen. Er garantiert zum Beispiel Bildung, er garantiert zum Beispiel auch eine Wohnung und er garantiert eben auch ein Recht auf Arbeit. Und dieses Recht auf Arbeit ist eine besonders interessante Sache, denn wenn ich vor Gericht sozusagen klagen kann, dass ich ja in Lautverfassung ein Recht auf Arbeit habe, dann muss ich einen Job bekommen. Das heißt, die Regierung oder der Staat muss sich darum kümmern, dass ich einen Job kriege, selbst wenn ich völlig unqualifiziert bin. Und dann kann es passieren, dass zum Beispiel in meiner Stadt bereits Kehrmaschinen eingesetzt werden, aber ich dann trotzdem einen Job als Straßenfeger bekomme, weil ich muss ja eine Arbeit bekommen dürfen, das steht mir ja Lautverfassung zu. Und wenn diese Arbeit komplett sinnlos ist, dann ist das egal, damit wird mir trotzdem diese Arbeitsplatz dann zur Verfügung gestellt, weil ich ja darauf ein Recht habe. Das heißt, viele Arbeitsplätze in der DDR sind wirtschaftlich eigentlich sinnlos oder zumindest nicht wirtschaftlich, sind aber da, weil man eben ein Recht auf Arbeit hat und das muss erfüllt werden. Die ganze Wirtschaft der DDR steht unter dem Primat der Schwerindustrie. Das heißt, der Fokus dieser Wirtschaft ist eigentlich schwer industrielle Güter zu produzieren. Die können zum Beispiel für die Rüstung gut sein, aber es kann auch sich auf Maschinenbau beziehen oder es kann sich zum Beispiel auf Infrastruktur und Eisenbahn und sowas beziehen. Das heißt, hier werden so die klassischen industriellen, klassischen Sektoren der Industrialisierung vor allem bedient. Und dieser Primat der Schwerindustrie, der hat aus staatlicher Sicht natürlich große Vorzüge, weil er eben zum Beispiel für die Rüstung interessant ist, aber er hat auch große Nachteile, eben weil der Konsum der einzelnen Bürger vollkommen egal ist in diesem Zusammenhang und die Schwerindustrie, die befördert oder bringt wenig hervor, was für den einzelnen Bürger als Konsum gut interessant wäre. Das heißt, während der BRD die Konsumgesellschaft die meisten Bürger sehr zufrieden stellt, weil man da ja kaufen kann, was die Leute haben wollen im großen Stil, ist es in der DDR genau andersrum, dass eben gerade nicht das produziert wird, was die Bürger im Wesentlichen haben wollen für ihre zivilen Zwecke, sondern das in erster Linie, die Schwerindustrie im Zentrum steht. In der BRD haben wir über die nivellierte Mittelstandsgesellschaft gesprochen und die DDR spricht von einem Arbeiter- und Bauernstaat, der sie angeblich sei. Das heißt, hier geht es um den Gedanken, dass auch da alle irgendwie gleich sind, nämlich alle sind entweder Arbeiter oder Bauern und das wird dann irgendwie auf so eine ähnliche Ebene gestellt, sodass im Grunde alle Menschen, die nennen das nicht den Mittelstand, die nennen es eben dann sozusagen das Proletariat oder so, wobei das eigentlich sich nur auf die Arbeiter bezieht, aber es geht eben darum, dass alle Menschen auf so einem ähnlichen Rang sich bewegen in der Gesellschaft. Das ist natürlich unfug, weil es gibt auch in der DDR Leute, die bevorzugt werden und die benachteiligt werden und das hat in der DDR ganz viel zu tun, mit der Nähe oder Entfernung, die man zum Staat und zur Partei hat. Wenn zum Beispiel in der DDR jemand sich vom Ministerium für Staatssicherheit als Spitzel an werben lässt, dann hat er dadurch ganz handfeste Vorteile, zum Beispiel bei der Wohnungssuche, Vorteile bei der Auswahl seiner Ausbildung. Er kann vielleicht studieren, während jemand, der aus einem oppositionellen Elternhaus kommt, der vielleicht kirchlich geprägte Familie hat, so jemand benachteiligt wird, wenn es um die Suche nach einer Wohnung oder nach einem Arbeitsplatz oder eben um eine bestimmte Ausbildung oder ein Studium geht. Das heißt, während dieses Modell der DDR zunächst mal so wirkt, als sei es extrem gerecht und fair für alle usw., spielt doch die staatliche Lenkung dieser ganzen Aspekte eine große Rolle und letztlich ist es dann doch ein Stück weit hierarchischer und unfaire, als es auf den ersten Blick erst mal erscheint und in der Idee gedacht ist. Wenn wir die beiden Systemen am letzten Endes vergleichen, dann stellen wir fest, dass das Modell der BRD zunächst mal mit einem Vorteil gestartet ist und dann nachher die DDR auch immer weiter abhängt, weil das Zentralverwaltungssystem der DDR unterm Strich nicht so reaktionsschnell ist, nicht so innovativ ist wie das System der BRD. Unter dem Strich ist also die BRD der Gewinner dieses Vergleichs und das wird sich auch spätestens mit der Wiedervereinigung dann ganz deutlich zeigen, wenn ostdeutsche Betriebe im großen Stil pleite gehen, weil sie eben nicht wirtschaftsfähig, weil sie nicht konkurrenzfähig sind in einem geeinten Deutschland. Aber dazu kommen wir, wenn wir über den deutsche Einigung sprechen und das hat noch bisschen Zeit. Wir haben heute über den wirtschaftlichen Aufschwung in Western-Osteuropa, insbesondere in der BRD und der DDR gesprochen. Dabei haben wir die Begriffe für Wirtschaftswunder bzw. Boom kennengelernt, soziale Marktwirtschaft versus Zentralverwaltungswirtschaft, Sozialstaat versus Versorgungsstaat, nivellierte Mittelgestanzgesellschaft versus Arbeiter- und Bauernstaat. Wir haben den Vergleich gezogen zwischen Konsumgesellschaft und dem Primat der Schwerindustrie zwischen Keynesianismus und dem Fünfjahresplan zwischen der Vollbeschäftigung und dem Recht auf Arbeit. All diese Begriffe sind Teil des Bildungsplans für das dritte halb Jahr der Kursstufe in Geschichte. Wenn ich das so sage, dann meine ich damit den Bildungsplan von Baden-Württemberg, dort bin ich selber Lehrer. Die Bildungspläne sind sich alle ähnlich, aber wenn ihr in einem anderen Bundesland lernt, dann schaut in euren eigenen Bildungsplan nochmal rein, damit ihr nichts vergesst. Wenn euch die Folge geholfen oder gefallen hat, lasst gerne ein Kommentar da, abonniert den Podcast und teilt ihn mit euren Freunden. Vielen Dank fürs Zuhören und bleibt mir treu.